Santa Marta, ehemalige Kirche in Dorsoduro, Venedig, Italien
Santa Marta ist eine entweihte Kirche im Dorsoduro beim Hafenparkplatz, aus Backstein und mit steilem Satteldach. Die schmucklose Fassade öffnet sich nur durch ein kleines rechteckiges Portal mit weißem Steinrahmen; die rechte, zum Parkplatz gerichtete Seite hat ein zweites steingerahmtes Portal und ein Spitzbogenfenster. Im Inneren birgt der einschiffige Saal mit Holzbindendach eine Holzkonstruktion mit Sitzplätzen für Konferenzen und Ausstellungen.
Santa Marta entstand im frühen 14. Jahrhundert am westlichsten Strand der Lagune aus einem Hospizprojekt der Giacomina Scorpioni, unterstützt von Marco Sanudo und Filippo Salomone. Den Grundstein legte Giovanni Zane, Bischof von Caorle; 1319 wurde Scorpioni Äbtissin eines Benediktinerinnenklosters. 1446 bis 1448 wurde die Kirche neu gebaut, später das Kloster aufgehoben und die Kirche säkularisiert.
Der Name geht auf die heilige Martha zurück, der das 1319 gegründete Kloster zusammen mit dem Apostel Andreas geweiht wurde; bald hieß es nur noch Santa Marta. Jedes Jahr am Festtag der Heiligen schenkte die Äbtissin der Familie Salamon eine Seidenrose als symbolischen Tribut für deren Patronat. Die Kirche ist heute säkularisiert und dient Konferenzen und Ausstellungen.
Die Kirche steht beim Parkplatz des Hafenbereichs am Westrand von Dorsoduro, dort, wo der Canale Scomenzera in den Canale della Giudecca mündet. Dies ist einer der wenigen für Autos zugänglichen Teile Venedigs, sodass man auch von Piazzale Roma zu Fuß herkommen kann. Die dem Parkplatz zugewandte rechte Seite trägt das zweite Portal und das einteilige Spitzbogenfenster.
Die Kirche wurde entweiht und als Lager genutzt, bevor sie in den 2000er Jahren vollständig restauriert und zu einem Ort für Tagungen und Ausstellungen umgebaut wurde. Im Inneren füllt heute eine Holzkonstruktion mit Sitzplätzen die Mitte des einschiffigen Raums, dessen Decke ihre Holzbinder behält.
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