Maria Santissima Assunta in Cielo, Neoklassizistische katholische Kirche in Gela, Italien.
Maria Santissima Assunta in Cielo ist eine Basilika über lateinischem Kreuz an der Piazza Umberto I, errichtet 1766 bis 1799 und 1844 mit einer neoklassizistischen Sandsteinfassade vollendet. Zwei Säulenordnungen, dorisch unten und ionisch oben, rahmen einen Dreiecksgiebel mit Marienwappen; über der Vierung erhebt sich eine halbkugelförmige Kuppel auf achteckigem Tambour.
Die heutige Kirche ersetzte Santa Maria de Platea, einen Bau des 13.–14. Jahrhunderts über einem griechischen Tempel des 6.–5. Jahrhunderts v. Chr., der wohl Hera geweiht war. Nachdem das Erdbeben von 1693 im Val di Noto den Glockenturm beschädigt hatte, begannen am 23. Januar 1766 die Arbeiten am Neubau, die 1799 endeten. Der Glockenturm wurde 1837 nach einem Entwurf von Emanuele Di Bartolo errichtet, die neoklassizistische Sandsteinfassade von Giuseppe Di Bartolo Morselli 1844 vollendet.
Die Einheimischen nennen sie „a Matrici“, die Mutterkirche; sie birgt die byzantinische Ikone der Maria Santissima dell'Alemanna, der Schutzpatronin von Gela. Am Karfreitag werden die Statuen des Cristo Morto und der Addolorata in Prozession durch die Straßen getragen.
Die Kirche liegt an der Piazza Umberto I, der Haupteingang ist über eine Treppe von der Piazza aus erreichbar. Die Südseite hat nur eine Tür; die Nordseite, an der auch der Glockenturm und das Pfarrhaus stehen, öffnet sich zu einem kleinen Garten. Die Restaurierung von 2025 reinigte die Sandsteinfassade und gab den Portalen ihr ursprüngliches Grün zurück.
Die Orgel über dem Haupteingang hat 31 Pfeifen und wurde von Benito Mussolini nach seinem Besuch in Gela am 14. August 1937 auf Bitte des Pfarrers Antonino Li Destri gestiftet. Sie entstand 1939.
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