Collegio Cairoli, Palast in Pavia
Das Collegio Cairoli ist ein Universitätswohnheim in Pavia, das sich in einem Gebäude mit quadratischem Grundriss über vier Stockwerke erstreckt. Der Komplex verfügt über einen großen Innengarten mit vielen Bäumen, eine bedeutende Bibliothek mit mehr als 65.000 Büchern, Musikräume und Gemeinschaftsbereiche für die Studierenden.
Das Collegio Cairoli wurde 1783 unter Kaiser Joseph II. von Österreich gegründet, um Studierenden Platz zum Lernen in ihrer Heimat zu bieten, statt nach Rom zu reisen. Das Gebäude erlitt erhebliche Unterbrechungen: während der französischen Besatzung 1796 wurde es geschlossen und später als Militärbarracks genutzt, doch 1948 wurde es nach dem Zweiten Weltkrieg wiedereröffnet und zu Ehren der Familie Cairoli benannt.
Das Collegio Cairoli trägt die Farben Gelb und Schwarz, die an die historischen kaiserlichen Banner erinnern, und zeigt ein Wappentier mit Doppeladler. Die Studierenden leben hier in einer Gemeinschaft mit eigenen Traditionen, darunter ein Chor seit 2004 und sportliche Wettkämpfe zwischen den verschiedenen Wohngruppen.
Das Wohnheim ist zentral in Pavia gelegen und befindet sich in der Nähe des Hauptgebäudes der Universität sowie anderer Studentenwohnheime. Die Zulassung erfordert das Bestehen einer wettbewerbsfähigen Prüfung, und die Verwaltung bietet Plätze für verschiedene Studentengruppen einschließlich derjenigen, die Sport treiben oder besondere akademische Programme absolvieren.
Das Collegio Cairoli war ursprünglich Teil einer reformistischen Bewegung, die auch das Germanico-Ungarico in Rom umfasste, ein Jesuitenkolleg aus dem 16. Jahrhundert, wo Pavieser Studenten zuvor studiert hatten. Diese europäische Verbindung zwischen den beiden Institutionen zeigt die breiter angelegte Bildungsreform der Zeit.
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