Sauris Dam, Bogenstaumauer in der Provinz Udine, Italien.
Der Sauris-Staudamm ist eine Bogenstaumauer in der Provinz Udine, Region Friaul-Julisch Venetien, die im Tal des Flusses Lumiei errichtet wurde und einen großen Bergsee auf rund 1.200 Metern Höhe aufstaut. Die Betonkonstruktion schließt den Talabschnitt ab und leitet das Wasser für die Versorgung der umliegenden Gebiete.
Die Arbeiten an der Staumauer begannen 1941 und wurden 1948 abgeschlossen, mitten im Zweiten Weltkrieg, als Arbeitskräfte knapp waren. Um den Mangel zu beheben, wurden fast 300 neuseeländische Kriegsgefangene auf der Baustelle eingesetzt.
Der Bau des Stausees zwang die Bewohner des Weilers La Maina, ihre Häuser zu verlassen und sich anderswo anzusiedeln. Heute erinnern sich die Einheimischen noch an die versunkenen Dörfer, und die Geschichte des Verlustes ist tief im Gedächtnis der Gemeinschaft verankert.
Das Stauwerk ist über Forststraßen erreichbar, die durch die umliegenden Wälder führen. Für den besten Überblick über den See und das Tal empfehlen sich klare Tage, vorzugsweise am Morgen, bevor sich Wolken in den Berggipfeln stauen.
1992 wurde der gesamte Stausee zu Wartungszwecken geleert, und der ursprüngliche Talgrund kam zum Vorschein. Dabei wurden die Überreste der versunkenen Häuser und Wege sichtbar, die seit dem Aufstauen des Wassers unter der Oberfläche lagen.
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