Costa Balenae, archäologische Stätte in Italien
Costa Balenae ist eine archäologische Stätte in Riva Ligure, Italien, wo Überreste einer römischen Villa und einer frühen christlichen Basilika freigelegt wurden. Der Ort liegt in einer Kurve des Don-Flusses, oberhalb der Via Aurelia, und zeigt die Struktur einer antiken Siedlung mit Wohnbereichen, Begräbnisstätten und religiösen Gebäuden.
Die Stätte war mindestens seit dem 2. Jahrhundert vor Christus in Gebrauch, zunächst als Haltepunkt an der antiken Iulia Augusta-Straße mit einer wohlhabenden Villa, die bis zum 4. Jahrhundert aktiv war. Um das 6. Jahrhundert wurde eine christliche Basilika mit achteckigem Taufbecken errichtet, deren Seitenschiffe später in Begräbnisstätten umgewandelt wurden, was die wachsende Bedeutung des Christentums in der Region belegt.
Der Name Costa Balenae könnte vom antiken ligurischen Gott Belenus stammen, der mit Fruchtbarkeit verbunden war und später von den Römern mit Apollo gleichgesetzt wurde. Der Ort war über Jahrhunderte hinweg ein Treffpunkt für Menschen aus verschiedenen Regionen, die hier Waren austauschten und ihre Glaubenstraditionen teilten.
Die Stätte liegt oberhalb der Straße Aurelia und eines Küstenweges und ist von nahegelegenen Wegen und Wanderstrecken leicht erreichbar. Besucher können den Ort heute virtuell über einen multimedialen Bereich im Rathaus von Riva Ligure erkunden, da die Überreste nicht direkt begehbar sind.
Bei Ausgrabungen wurden Münzen, Keramik aus dem gesamten Mittelmeerraum und Überreste von Wasserbecken mit Putzoberfläche gefunden, die möglicherweise Teil einer Thermenanlage waren. Diese Funde deuten darauf hin, dass der Ort intensive Handelskontakte unterhielt und möglicherweise auch als Spa-Destination für wohlhabende Reisende diente.
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