Santa Maria delle Stelle, Kleine Basilika in Comiso, Italien
Santa Maria delle Stelle ist die Mutterkirche und Minor-Basilika von Comiso; ihr Innenraum misst 63 auf 23 Meter. Fünfzehn Altäre verteilen sich auf das Mittelschiff, die beiden Seitenschiffe und die Querhausenden; der Hauptaltar ist der Geburt Mariens geweiht. Die dreigeschossige Barockfassade aus weißem Stein trägt im zweiten Geschoss vier Heiligenstatuen, der mittlere Glockenturm eine Zwiebelkuppel.
Die Kirche entstand zwischen dem späten 14. und dem frühen 15. Jahrhundert auf einer Aufschüttung neben der Fonte Diana, wo Reste eines Tempels aus dem 12. Jahrhundert für Santa Maria del Mulino lagen. Nach weitgehender Zerstörung durch das Erdbeben von 1693 wurde sie mit Unterstützung von Graf Baldassarre IV Naselli und dem Bildhauer Emanuele Lucenti wieder aufgebaut und am 13. Dezember 1699 vom Bischof von Syrakus, Asdrubale Termini, neu geweiht. Die neugotische Kuppel von Giovanni Galeoto stammt von 1894, die Fassade wurde 1936 durch Ingenieur Santoro Secolo vollendet.
Die hölzerne Decke zeigt biblische Szenen, die lokale Handwerker mit großem Geschick in Holz geschnitzt haben. Diese künstlerische Arbeit verbindet religiöse Themen mit der handwerklichen Tradition der Region auf eine besondere Weise.
Der Innenraum misst 63 auf 23 Meter und wird von zwölf Säulen getragen, die die Spitzbögen des Schiffes stützen. Am Mittelportal ist die Plakette Mater Ecclesia angebracht, eine weitere rechts der Haupttür erinnert an die Weihe von 1699.
Die erste öffentliche Uhr von Comiso wurde Anfang des 16. Jahrhunderts an der Außenwand des südöstlichen Querschiffs angebracht. 1881 ersetzte man sie durch ein moderneres Werk und brachte die alte Uhr in die Kirche Madonna delle Grazie, wo sie noch heute aufbewahrt wird.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.579 Mitwirkenden weltweit.