Sacile cathedral, Renaissancekathedrale in Sacile, Italien.
Der Dom von Sacile ist ein Renaissance-Bauwerk, das in der Nähe des Flusses Livenza steht und einen hohen Glockenturm mit detaillierten Fassadenelementen aus dieser Epoche aufweist. Das Gebäude zeigt typische architektonische Merkmale der Renaissance mit sorgfältig gestalteten Fassadendekorationen.
Bereits im 9. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine Kirche, gestiftet von Heinrich, Graf der Mark Friaul, die 1298 erweitert wurde. Der heutige Dom wurde Ende des 15. Jahrhunderts von den Meistern Beltrame und Vittorio da Como errichtet, während Giovanni da Pordenone den Campanile entwarf. Die Fassade folgt venezianischen Vorbildern und erinnert an Mauro Codussi. Das 1836 eingezogene Gewölbe wurde nach dem Erdbeben von 1936 entfernt; nach weiteren Schäden 1976 wurde der Bau in seinen Formen des 15. Jahrhunderts wiederhergestellt.
Der Dom ist dem heiligen Nikolaus gewidmet und bleibt das religiöse Zentrum der Stadt. Man sieht hier Gläubige zu verschiedenen Tageszeiten kommen und gehen, besonders wenn Messen stattfinden.
Der Dom steht am Livenza im Zentrum von Sacile; der Eingang liegt an der Westfassade, daneben der von Giovanni da Pordenone entworfene Glockenturm. Das Innere hat drei Schiffe mit Spitzbögen und einen offenen Dachstuhl, sodass man die Seitenschiffe und die Apsis mit dem Fresko von Pino Casarini zu Fuß durchquert. Die Erdbeben von 1976 führten zu einer vollständigen Wiederherstellung in den Formen des 15. Jahrhunderts; prüfen Sie vor der Anreise die Öffnungszeiten.
An der Eingangswand erinnert eine Gedenktafel daran, dass 1454 David, Sohn des osmanischen Sultans Murad II., im Dom bestattet wurde; er war zum Christentum übergetreten und hatte Vater und Heimat verlassen. Neben der Tür ist die Tafel leicht zu übersehen.
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