Forte delle Rocchette, Mittelalterliche Festung in Castiglione della Pescaia, Italien.
Das Forte delle Rocchette ist eine Küstenbefestigung auf der gleichnamigen Landzunge zwischen Castiglione della Pescaia und Punta Ala. Der polygonale Grundriss wird von Ringmauern umschlossen; in der Mitte des Nordflügels steht der quadratische Turm, der mittelalterliche Kern ohne ursprünglichen Abschluss. Die übrigen Gebäude lehnen sich an den Turm, zeigen stellenweise Zinnen und behalten außen einen geböschten Sockel. Der Zugang führt durch ein Rundbogentor.
Eine päpstliche Bulle von 1188 nennt die Küstenbefestigung damals Rocca de Campo Albo, die einen Hafen bei der verlorenen Pieve von Rocca überwachte. 1289 hieß sie Rocchetta de Capalbi. Cosimo I. de' Medici ließ den Turm zur Festung ausbauen, die Arbeiten endeten 1568. Nach der Annexion an das Königreich Italien wurde die Anlage aufgegeben und als Leuchtturm genutzt.
Die Kapelle Madonna del Carmine alle Rocchette wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts neben dem Fort errichtet, als Ersatz für die verlorene mittelalterliche Pfarrkirche von Rocca. Sie steht außerhalb der Festungsmauern, nicht im Inneren, und ihr Name verweist auf das Vorgebirge Rocchette.
Das Fort steht auf dem Vorsprung Rocchette zwischen Castiglione della Pescaia und Punta Ala in der Provinz Grosseto. Der Zugang erfolgt über eine Rundbogenpforte in den Ringmauern; der erhaltene mittelalterliche quadratische Turm erhebt sich in der Mitte des Nordflügels. Das Gelände ist Privateigentum, das Innere ist daher nicht für Besucher geöffnet.
Nach der Einigung Italiens wurde die Festung als Leuchtfeuer umgebaut und diente bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts als Navigationshilfe für Schiffe. Diese Doppelfunktion als Verteidigungswerk und später als Seezeichen ist ein bemerkenswerter Kapitel in der Geschichte der Anlage.
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