Hermitage of Camaldoli, Benediktinerklause in Poppi, Italien.
Die Eremitage von Camaldoli ist ein benediktinisches Kloster, das auf einem Bergkamm in den Wäldern des Casentino liegt und von alten Buchenwäldern umgeben ist. Das Ensemble besteht aus mehreren Gebäuden: eine Kirche, Mönchszellen, Gästequartiere und die antike Apotheke, die alle in Stein gebaut und durch enge Wege miteinander verbunden sind.
Der heilige Romuald gründete die Eremitage im Jahr 1023 in einer Waldlichtung, wo zunächst fünf Einsiedlerzellen und eine Kapelle für gemeinsame Gebete entstanden. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Anlage zu einem wichtigen Zentrum des monastischen Lebens heran, das bis heute seinen ursprünglichen Zweck erfüllt.
Die Mönche prägen das tägliche Leben hier durch ihre Gebetszeiten und die Arbeit in der antiken Apotheke, die noch heute Kräuterprodukte nach traditionellen Rezepten herstellt. Besucher können diese gelebte monastische Kultur unmittelbar erleben, wenn sie durch die stillen Bereiche gehen.
Die Eremitage liegt auf einem Berghang und ist mit festes Schuhwerk am besten zu erreichen, besonders wenn Wege nass oder mit Laub bedeckt sind. Der Besuch erfordert Zeit zum Erkunden der verschiedenen Räume und zum Beobachten des monastischen Alltags in dieser ruhigen Umgebung.
Die Kirche hat schwere schwarze Türen mit kunstvollen Symbolen: neben geometrischen Mustern zeigen sich ein Schädel, eine Ziegenschädelknochen und eine Eule, die zusammen tiefere Bedeutungen im monastischen Denken darstellen. Diese seltenen Darstellungen zeugen von der besonderen symbolischen Sprache, die die Mönche in ihrer Architektur verwendeten.
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