Santa Maria Assunta, Romanische Kirche in Stia, Italien.
Santa Maria Assunta ist eine Kirche in Stia, deren Äußeres nur die ursprünglichen Seitenmauern bewahrt; die Fassade stammt von 1777. Der Innenraum hat drei Schiffe, getrennt durch monolithische Sandsteinsäulen mit betonter Entasis und geschnitzten Kapitellen, die alle verschieden sind. Der Glockenturm steht auf halber Länge an der rechten Seite.
Eine Urkunde von 1017 nennt die Plebe S. Marie sito Stagia, eine Kirche, die die Volksüberlieferung der Herzogin Mathilde von Tuszien zuschreibt. Um 1150 ließen die Grafen Guidi sie über dem Vorgängerbau neu errichten und legten daneben ihre Grablege an. 1776 erhielt der Rektor Giovan Battista Rampini die Erlaubnis, das erste der sieben Joche und die alte Fassade abzubrechen; 1777 entstand die heutige Front.
Der Name Stia soll vom lateinischen Wort für einen gedeckten Durchgang stammen, ein Hinweis auf die Handelsroute am Arno. Die Kirche liegt an der Piazza Tanucci, die 1776 durch den Abriss des ersten Jochs und der alten Fassade vergrößert wurde. Die achteckige Nussbaumkanzel zwischen den Schiffen trägt den Namen Hieronimus und die Jahreszahl 1584.
Die Kirche steht an der Piazza Tanucci; ihre Fassade aus dem späten 18. Jahrhundert ist auf den Platz ausgerichtet, der Glockenturm sitzt etwa auf halber Länge in der rechten Seitenwand. Die 1970–1974 gefundenen etruskisch-römischen Säulenreste sind durch Bodengitter beiderseits des Hauptaltars zu sehen.
Jede Säule in der rechten Seitenschiff weist unterschiedliche geschnitzte Kapitelle mit verschiedenen Tieren und Menschengestalten auf. Diese handwerklichen Unterschiede zeigen, wie einzelne Steinmetze ihre eigene künstlerische Handschrift in das Bauwerk einbrachten.
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