Lake of the Idols, Archäologischer See im Nationalpark Foreste Casentinesi, Italien.
Der Lago degli Idoli ist ein Bergsee auf etwa 1380 Metern Höhe im Nationalpark Foreste Casentinesi in der Toskana, nahe San Godenzo. Sein Grund hat im Laufe der Jahrhunderte Tausende von Bronzeobjekten aus der Antike freigegeben und gilt heute als archäologische Stätte von nationalem Rang.
Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. begannen die Etrusker, Bronzefiguren und Pfeilspitzen in den See zu werfen, um damit ihre Gottheiten zu ehren. Diese Praxis setzte sich über mehrere Jahrhunderte fort und wurde später auch von anderen Völkern übernommen, die durch die Region zogen.
Der Name des Sees leitet sich direkt von den Tausenden von Bronzefiguren ab, die einst in seinem Wasser versenkt wurden. Wer heute am Ufer steht, kann sich vorstellen, wie Menschen hier mit Opfergaben in der Hand zum Wasser kamen, um ihre Götter anzurufen.
Der See ist über markierte Wanderwege im Nationalpark erreichbar, die durch dichten Wald führen und für die meisten Besucher gut begehbar sind. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen und außerhalb der Sommermonate mit wechselhaftem Wetter zu rechnen.
Viele der im See gefundenen Bronzefiguren tragen typische Merkmale von Votivgaben, wie erhobene Arme oder Waffen, die als Symbole für ein Versprechen oder eine Bitte an die Götter gelten. Bemerkenswert ist, dass einige dieser Objekte auch an den See gebracht worden sein dürften, nachdem sie bereits an einem anderen Ort hergestellt oder verwendet worden waren.
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