Eremo di Cerbaiolo, Religiöse Einsiedelei in Pieve Santo Stefano, Italien.
Das Eremo di Cerbaiolo ist eine Klause und Kirchenanlage in den bewaldeten Hügeln der Alta Valtiberina in der Toskana. Das Gebäude liegt auf einer Anhöhe und ist von Wald umgeben, der es von der Umgebung abschirmt.
Die Einsiedelei wurde im Jahr 706 vom lombardischen Adligen Tedaldo gegründet, der sie für seine zum Christentum übergetretene Tochter errichten ließ. Im Laufe der Jahrhunderte übernahmen zunächst Benediktinermönche und später Franziskanermönche das Gelände, bis sie es im späten 18. Jahrhundert verließen.
Die Einsiedelei liegt auf der Via di Francesco, einem Pilgerweg, der Assisi mit La Verna verbindet und durch dichten Wald führt. Wer diesen Weg geht, folgt denselben Pfaden, die Franziskaner-Pilger seit Jahrhunderten begangen haben.
Das Eremo di Cerbaiolo ist zu Fuß über einen Waldpfad erreichbar, der festes Schuhwerk erfordert. Es empfiehlt sich, außerhalb der heißen Sommermonate zu kommen, da der Aufstieg dann angenehmer ist.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Einsiedelei zum Schauplatz von Kämpfen zwischen deutschen Truppen und lokalen Partisanen, was zu erheblichen Schäden an den mittelalterlichen Gebäuden führte. Die anschließenden Restaurierungsarbeiten brachten dabei ältere Bauphasen zum Vorschein, die zuvor unbekannt waren.
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