Eremo di Cerbaiolo, Religiöse Einsiedelei in Pieve Santo Stefano, Italien.
Das Eremo di Cerbaiolo ist eine Klause und Kirchenanlage in den bewaldeten Hügeln der Alta Valtiberina in der Toskana. Das Gebäude liegt auf einer Anhöhe und ist von Wald umgeben, der es von der Umgebung abschirmt.
Die Einsiedelei entstand im 8. Jahrhundert als Benediktinerkloster. Die Mönche verließen sie zugunsten von S. Maria in Moscheto, und 1216 wurde sie dem heiligen Franziskus geschenkt; die Franziskaner bewohnten sie bis 1783, als sie Pfarrkirche mit dem Titel Sant'Antonio wurde. Bis 1520 gehörte sie zur Diözese Città di Castello, danach zu Sansepolcro.
Die Einsiedelei liegt auf der Via di Francesco, einem Pilgerweg, der Assisi mit La Verna verbindet und durch dichten Wald führt. Wer diesen Weg geht, folgt denselben Pfaden, die Franziskaner-Pilger seit Jahrhunderten begangen haben.
Das Eremo di Cerbaiolo ist zu Fuß über einen Waldpfad erreichbar, der festes Schuhwerk erfordert. Es empfiehlt sich, außerhalb der heißen Sommermonate zu kommen, da der Aufstieg dann angenehmer ist.
Die Kapelle Sant'Antonio ist ein turmartiger Bau von 1716, dessen Westseite auf nacktem Fels aufliegt. Im Inneren wird hinter einem Eisengitter eine Höhlung gezeigt, in der der Überlieferung nach der Körper des Antonius von Padua ruhte, nachdem er nach langen Stunden des Gebets und der Kasteiung ohnmächtig geworden war.
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