Eremo di San Guglielmo, Mittelalterliche Einsiedeleruinen in Castiglione della Pescaia, Italien.
Der Eremo di San Guglielmo ist eine verfallene Klosteranlage, deren romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert ein einschiffiges Langhaus, eine halbrunde Apsis und ein von zwei Spitzbögen getragenes Tonnengewölbe besitzt. Die Fassade zeigt ein Rundbogenportal; vom einstigen Glockenturm ist an der rechten Seite nur der Sockel erhalten.
Über dem Grab des heiligen Wilhelm von Malavalle entstand eine kleine Kapelle; das Kloster wurde zwischen 1230 und 1249 unter Gregor IX. errichtet. Im 13. Jahrhundert im Krieg gegen Siena zerstört, wurde es 1564 Graf Bartolomeo Concini überlassen und ging 1604 an die Augustiner.
Diese Stätte war ein spirituelles Zentrum der Region, wo Mönche nach den Prinzipien des heiligen Guglielmo lebten und beteten. Die Anlage zog Anhänger an, die ein Leben in Einfachheit und Abgeschiedenheit suchten.
Die Eremitage liegt im Wald zwischen Castiglione della Pescaia und dem Weiler Tirli, nordwestlich des Ortszentrums, und ist zu Fuß über Waldwege erreichbar. Kirche und Kloster sind heute Privateigentum und dem Verfall überlassen, die Bauwerke sind daher nur von außen zu sehen. Für das naturbelassene Gelände ist festes Schuhwerk ratsam.
Über dem Türsturz der Kirchenfassade sitzt ein Rundbogen, und das Tonnengewölbe ruht auf zwei Spitzbögen. An der rechten Seite ist nur noch der Sockel eines Glockenturms zu sehen. Der Klostergrundriss folgt benediktinischen Vorbildern, bevor der Bau 1604 an die Augustiner überging.
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