Giardino Torrigiani, Privater botanischer Garten in Oltrarno, Florenz, Italien
Der Giardino Torrigiani ist ein privater englischer Park von etwa zehn Hektar im historischen Zentrum von Florenz, zugänglich über die Via de' Serragli 144-146 und die Via del Campuccio. Seine Südwestseite grenzt an die alten Stadtmauern am Viale Francesco Petrarca. Wege verbinden das Casino Torrigiani al Campuccio, die Merlin-Grotte, ein Amphitheater, das Gymnasium, das Romitorio, das Ossuarium und den 22 Meter hohen neugotischen Torrino von Gaetano Baccani, der 1824 auf einem künstlichen Hügel errichtet wurde.
Die Torrigiani kauften hier ab 1531 Land; das Casino an der Via del Campuccio entstand kurz nach 1571. 1798 erbte Pietro Guadagni über seinen Onkel Kardinal Ludovico Maria Torrigiani und nahm dessen Namen an. Zwischen 1802 und 1817 erweiterte er den Besitz auf rund zehn Hektar bis zu den Mauern und zur Piazza Tasso. Luigi de Cambray Digny entwarf ab 1813 den romantischen Park; 1819 folgte ihm Gaetano Baccani, der 1824 den 22 Meter hohen neugotischen Torrino errichtete.
Die Wege folgen einem arkadischen und freimaurerischen Programm für Markgraf Pietro Torrigiani, selbst Freimaurer; 1824 erschien ein Besucherführer dazu. Der 22 Meter hohe Torrino von Gaetano Baccani, erbaut 1824, hat drei Ebenen, die auf die drei Grade der freimaurerischen Einweihung verweisen. Am Eingang an der Via de' Serragli hält eine Osiris-Statue, Gott der Landwirtschaft, Tafeln mit den Zugangsregeln.
Der Garten ist privat: Der Zugang erfolgt über die Via de' Serragli 144-146 oder die Via del Campuccio 49-51-53-55, und Besuche müssen im Voraus vereinbart werden, freier Eintritt besteht nicht. Das Tor an der Via de' Serragli ist durch eine Osiris-Statue markiert, die Tafeln mit den Zugangsregeln hält. Für die rund zehn Hektar, die entlang des Viale Francesco Petrarca an die Medici-Mauern grenzen, sollte man Zeit einplanen.
Der Besucherführer von 1824 nannte über dreißig Sehenswürdigkeiten, darunter ein unterirdisches Hypogäum, die Merlinsgrotte, ein Karussell im Inneren, ein Zitronenhaus und einen von einer Brücke überspannten Bach. Eine Marmorsäule ehrt den Botaniker Pier Antonio Micheli, der hier 1716 Land pachtete, um neu eingeführte Pflanzen zu akklimatisieren.
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