Giardino dei Giusti del Mondo, Gedenkgarten im Stadtteil Terranegra, Padua, Italien
Der Giardino dei Giusti del Mondo ist ein Gedenkgarten in Padua, der entlang des Kanals San Gregorio liegt und an das Nationaldenkmal des Unbekannten Internierten angrenzt. Im Garten stehen Stahlmenhire und Steinmarkierungen, von denen jeder einer Person gewidmet ist, die andere in schwierigen historischen Momenten geschützt hat.
Der Garten entstand aus einer städtischen Initiative aus dem Jahr 1999, die darauf abzielte, die Opfer der Verfolgungen und Völkermorde des 20. Jahrhunderts nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Er öffnete 2008 und ist damit eines der neueren Gedenkzeichen im historischen Gefüge Paduas.
Der Garten trägt den Namen "Giusti del Mondo", was so viel bedeutet wie "Gerechte der Welt", ein Begriff, der Menschen ehrt, die in Zeiten extremer Gefahr anderen geholfen haben. Jeder Stahlmenhir trägt den Namen einer solchen Person und macht den Ort zu einem stillen, aber sehr persönlichen Gedächtnisraum.
Der Garten liegt in einem ruhigen Teil der Stadt, in der Nähe des Kanals, und ist bequem zu Fuß zu erreichen. Die Wege sind eben und gut zugänglich, was einen gemächlichen Besuch ohne große Anstrengung ermöglicht.
An einer der Mauern des Gartens ist ein Satz der Philosophin Hannah Arendt eingraviert, der direkt die Frage des persönlichen Mutes in Zeiten der Unterdrückung aufwirft. Es ist einer der wenigen öffentlichen Räume in Italien, in dem ein philosophisches Zitat so direkt in die Gestaltung der Gedenkstätte eingebettet ist.
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