Lago Arancio, See in Sizilien
Der Lago Arancio ist ein Stausee in der Provinz Agrigento im Südwesten Siziliens, der durch einen Damm über den Fluss Carboj entstanden ist. Das Wasser wird von felsigen Schluchten und Wäldern eingerahmt und liegt in einem hügeligen Landschaftsstreifen zwischen dem Landesinneren und der Küste.
Der Damm wurde in den frühen 1950er Jahren fertiggestellt, um die Wasserversorgung und Bewässerung in einer der trockensten Regionen Siziliens zu sichern. Als das Becken geflutet wurde, versank die arabische Festung Mazzallakkar aus dem 9. Jahrhundert unter Wasser.
Der Name Arancio leitet sich vom arabischen Wort für Orange ab, ein Hinweis auf die arabische Vergangenheit der Region. Am Ufer beobachten Besucher heute Zugvögel, die das Wasser als Rastplatz nutzen.
Der See ist von mehreren Seiten auf Schotterstraßen und Wanderpfaden erreichbar, die das Ufer entlang führen. Frühling und Herbst eignen sich am besten für Naturbeobachtungen, doch das Gebiet ist das ganze Jahr über zugänglich.
Wenn der Wasserstand im Sommer stark sinkt, tauchen die Mauern der Festung Mazzallakkar an der Oberfläche auf und sind mit bloßem Auge sichtbar. Die Überreste liegen mitten im Becken und können je nach Wasserstand für mehrere Monate im Jahr freigelegt sein.
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