Monte Erice, Heiliger Berg in der Provinz Trapani, Italien
Monte Erice ist ein Kalksteinberg in der Provinz Trapani im Nordwesten Siziliens, dessen Gipfel auf etwa 750 Metern liegt und von einer mittelalterlichen Stadt gekrönt wird. Die Hänge sind mit Aleppo-Kiefern und Eichen bewaldet, und schmale Wanderwege führen durch verschiedene Vegetationszonen bis zum Gipfel.
Der Berg war seit der Antike ein Kultzentrum und beherbergte einen Tempel, der verschiedenen Gottheiten geweiht war, darunter die römische Venus Erycina, die von Reisenden aus dem gesamten Mittelmeerraum verehrt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Siedlung auf dem Gipfel von Griechen, Karthagern, Römern, Arabern und Normannen geprägt, die jeweils Spuren in der Stadtstruktur hinterlassen haben.
Die mittelalterliche Stadt auf dem Gipfel ist für ihre Mandelsüßigkeiten bekannt, die von sizilianischer und arabischer Backtradition geprägt sind. In den kleinen Konditoreien kann man beim Kauf dieser Spezialitäten zusehen, wie sie von Hand hergestellt werden.
Der Gipfel ist mit der Seilbahn von Trapani aus oder mit dem Auto über kurvenreiche Bergstraßen mit Parkplatz am oberen Ende erreichbar. Bei Nebel oder starkem Wind sind die Sicht und der Fahrkomfort eingeschränkt, daher empfiehlt sich ein Blick auf die Wetterlage vor der Abfahrt.
Auf dem Gipfel befindet sich seit den 1960er Jahren ein Wissenschaftszentrum, das Ettore-Majorana-Zentrum, in dem internationale Physiker und Wissenschaftler aus aller Welt zu Konferenzen zusammenkommen. Dieser eher unerwartete Betrieb auf einem von Touristen besuchten mittelalterlichen Hügel hat dem Ort einen zweiten, weniger sichtbaren Rhythmus gegeben.
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