Aia dei Musei, Archäologisches Museum in Avezzano, Italien.
Das Aia dei Musei beherbergt über hundert Steininschriften aus römischer, mittelalterlicher und Renaissancezeit und zeigt soziale und politische Aspekte des Lebens in der Marsica-Region. Die Sammlung umfasst sowohl Einzelobjekte als auch größere Denkmäler, die in den Ausstellungsräumen des Gebäudes angeordnet sind.
Das Lapidarium wurde vom Gemeinderat unter Bürgermeister Ferdinando Ruggieri am 5. Juni 1888 gegründet und am 19. August desselben Jahres im Beisein des Unterrichtsministers Paolo Boselli eingeweiht. Vorangetrieben hatte es Orazio Mattei, Inspektor für Ausgrabungen und Denkmäler; erster Leiter war Francesco Lolli. Seit dem 1. Mai 2012 ist die Sammlung in der Aia dei Musei untergebracht, in Räumen des ehemaligen städtischen Schlachthofs.
Die Sammlung zeigt Begräbnissteine und Objekte, die verschiedene Glaubensvorstellungen und gesellschaftliche Ordnungen aus verschiedenen Epochen der Region widerspiegeln. Man kann hier sehen, wie Menschen in der Antike und im Mittelalter ihre Verstorbenen ehrten und welche Rollen sie in ihren Gemeinschaften spielten.
Das Museum befindet sich in einem ehemaligen städtischen Schlachthaus und bietet Besuchern kostenlosen Zutritt mit vollständiger Barrierefreiheit und Rollstuhlzugang. Die Ausstellungsbereiche sind deutlich gekennzeichnet und gut beleuchtet, um komfortables Betrachten der Sammlungen zu ermöglichen.
Der Abschnitt „Il filo dell'acqua" ist Cesare Borsa gewidmet und erklärt die Trockenlegung des Fucino anhand der Claudius-Stollen und des Incile, des in römischer Zeit angelegten und im 19. Jahrhundert erweiterten Einlaufbauwerks. Zu den Stücken zählt ein Altar aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. für den „Gott Fucino"; im Lapidarium liegt der 1814 gefundene Grabstein der Poppedia Secunda, 1934 von Adamo Buccella gestiftet.
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