Palazzetto Stern, Palast am Canal Grande, Venedig, Italien
Der Palazzetto Stern ist ein neugotischer Palast am Canal Grande, um ein Stockwerk über dem früheren venezianisch-byzantinischen Bau aufgestockt. Die asymmetrische Kanalfassade zeigt eine Terrasse mit neugotischer Balustrade, eine Vorhalle mit Kielbogenmotiven auf gotischen Säulchen und hölzernem Architrav sowie ein Marmorrelief des heiligen Georg mit dem Drachen in einer Ädikula. Die beiden Hauptgeschosse verbinden links ein Dreifachfenster mit rechts einem Doppelfenster.
Der ursprüngliche zweistöckige venetisch-byzantinische Bau wurde Anfang des 15. Jahrhunderts für die Familie Michièl „Malpaga“ errichtet. Nach jahrhundertelangem Verfall kaufte die Familie Stern das Gebäude Anfang des 20. Jahrhunderts; zwischen 1909 und 1912 ließ Ernesta de Hierschel Stern es von Giuseppe Berti und Raffaele Mainella mit alten Materialien umbauen und erweitern und benannte es nach ihrem Gatten, dem französischen Bankier Louis Stern (1840–1900). Später wurde es in ein Luxushotel umgewandelt.
Der Name geht auf Louis Stern zurück, den französischen Bankier und Ehemann von Ernesta de Hierschel Stern, die das verfallene Gebäude kaufte und es 1909–1912 wieder aufbauen ließ. Im Inneren wurden steinerne Dekorationen, Skulpturen und sehr alte Säulen aus dem Vorgängerbau und anderen Gebäuden wiederverwendet; Raffaele Mainella ergänzte Fresken und Mosaike des 20. Jahrhunderts.
Der Palast liegt am Canal Grande zwischen dem Palazzo Contarini Michiel und dem Palazzo Moro, gegenüber dem Palazzo Grassi und wenige Schritte von Ca' Rezzonico entfernt. Die Terrasse im Erdgeschoss mit neugotischer Balustrade und die Kielbogen-Vorhalle sieht man am besten vom Wasser oder vom gegenüberliegenden Ufer. Als Hotel sind die Innenräume nur Gästen zugänglich.
Die rechte Fassade endet in einer kurzen Ziegelmauer mit Zinnen und zwei Spitzbogenfenstern; über dem großen Fenster des zweiten Obergeschosses sitzt eine spitzgieblige Dachgaube. Im Inneren wurden steinerne Dekorationen, Skulpturen und sehr alte Säulen aus dem Vorgängerbau und anderen Gebäuden wiederverwendet.
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