Palazzo Cutò, Palast aus dem 18. Jahrhundert in Bagheria, Italien
Der Palazzo Cutò ist eine massige, viereckige Sommerresidenz, die zwischen 1712 und 1716 in Bagheria nach einem Entwurf von Giuseppe Mariani errichtet wurde. Am Giebel stehen zwei allegorische Statuen in Nischen, die im Laufe der Jahre stark verstümmelt wurden; ein weitläufiger Belvedere krönt das Dach. Im Inneren führt eine zweiläufige Treppe zum Piano nobile, anders als bei anderen Adelssommerhäusern mit Außentreppen.
Luigi Onofrio Naselli, Fürst von Aragona, ließ die Villa zwischen 1712 und 1716 als Sommerresidenz nach einem Entwurf des Architekten Giuseppe Mariani errichten. 1803 kaufte sie Alessandro Filangeri, Fürst von Cutò, der die Familienwappen durch das Monogramm PC ersetzen ließ, das noch heute am Haupttor steht. Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Autor des Gattopardo, war Mitbesitzer und verkaufte sie 1923; 1987 erwarb die Gemeinde den Komplex.
Der Name Cutò stammt von den Fürsten Filangeri, die die Villa 1803 kauften; ihr Monogramm PC ziert noch heute das Haupttor. Auf der Belvedere-Dachterrasse versammelte sich der lokale Adel zu Theateraufführungen und zum Feuerwerk des Festino di Santa Rosalia. Heute beherbergt der Palast die 1956 gegründete Stadtbibliothek Francesco Scaduto und das Spielzeugmuseum Pietro Piraino.
Der Palast liegt nahe dem Bahnhof von Bagheria an der alten via Consolare. Heute beherbergt er die Stadtbibliothek Francesco Scaduto, das Spielzeugmuseum Pietro Piraino und ein Multimedia-Labor der Universität Palermo; der Zugang richtet sich daher nach den Öffnungszeiten dieser Einrichtungen. Im Inneren lohnen der Belvedere auf dem Dach und die zweiläufige Treppe einen Blick.
Der Majolikaboden eines Raumes befindet sich heute im Diözesanmuseum von Palermo, nicht im Palast. Der Belvedere auf dem Dach diente früher Theateraufführungen und Zusammenkünften, bei denen man das Feuerwerk des Festino di Santa Rosalia verfolgte.
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