Parco dei Colli di Bergamo, Regionaler Naturpark in der Provinz Bergamo, Italien
Der Parco dei Colli di Bergamo ist ein Regionalpark und Naturschutzgebiet, das sich über zehn Gemeinden am Rand von Bergamo bis zu den Vorgebirgen der Alpen in der Lombardei erstreckt. Das Gelände besteht aus Wäldern, Hügelseiten und tiefen Tälern, die von alten Wegen und Steintreppen durchzogen sind.
Das Gebiet wurde 1977 als dritter Regionalpark der Lombardei unter Schutz gestellt und 2007 auf weitere Gemeinden ausgedehnt. Bereits seit dem 11. Jahrhundert hatten sich hier Benediktinermönche angesiedelt und das Land durch Terrassierungen und Wege dauerhaft verändert.
Die Route der Benediktinerklöster verbindet vier mittelalterliche Abteien durch die Täler von Astino und Valmarina, wo Mönchsgemeinschaften das Land über Jahrhunderte geprägt haben. Alte Steinmauern, Kapellen und Terrassenfelder sind heute noch sichtbar und zeigen, wie das klösterliche Leben diese Landschaft geformt hat.
Das Wegenetz ist gut beschildert und bietet einfache Spaziergänge bis hin zu anspruchsvollen Aufstiegen, sodass sich der Park für unterschiedliche Fitnessniveaus eignet. Frühling und Herbst bieten die angenehmsten Bedingungen für Wanderungen, da die Wege weniger rutschig und die Wälder freier begehbar sind.
Der geologische Untergrund des Parks stammt aus der Trias und ist damit mehrere hundert Millionen Jahre alt, was ungewöhnliche Böden entstehen lässt, die seltene Lebensräume für weniger verbreitete Tier- und Pflanzenarten schaffen. Einige dieser Arten kommen in der weiteren Umgebung sonst nirgendwo vor.
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