Palazzo dei Telefoni, Palast im historischen Zentrum von Neapel, Italien.
Der Palazzo dei Telefoni steht an der Kreuzung von Corso Garibaldi und Piazza Nolana und ist eine Betonkonstruktion, die mit Marmor verkleidet ist und ein dreiteiliges Eingangsportal aufweist. Das Gebäude besticht durch hohe Fenster mit Geländern im ersten Geschoss und quadratische Fenster mit Pilastern, die bis zum Gesims reichen.
Der Ingenieur Camillo Guerra entwarf dieses Gebäude 1920 als eines der ersten Gebäude Neapels mit Stahlbetonkonstruktion. Seine Fertigstellung war ein Meilenstein in der Architektur der Stadt und markierte den Übergang zu modernen Baumaterialien und -techniken.
Die Skulpturen des Merkur an beiden Seiten des Eingangsportals fungieren als Karyatiden und tragen den Balkon darüber. Sie verbinden antike römische Formen mit dem modernen Gebäudedesign und schaffen eine Verbindung zwischen klassischen und zeitgenössischen Elementen.
Das Gebäude liegt an einer belebten Straßenkreuzung und ist von außen leicht zu erkennen und von mehreren Seiten zugänglich. Die feine Marmorverkleidung und die Strukturdetails erfordern etwas Abstand zum vollständigen Betrachten der Fassade.
Die Fassade kombiniert das Muschel-Ädikula über dem Eingang mit einer Reihe von kleinen Balkonen, die vom Gesims abstehen und klassische ornamentale Elemente mit moderner Konstruktion vereinen. Diese Detailfülle war in frühen Betontrabanten ungewöhnlich und zeigt, wie technische Innovation und handwerkliche Dekoration zusammenwirkten.
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