Palazzo Giulini, Barockpalast in Sorico, Italien.
Der Palazzo Giulini ist eine Barockvilla in Sorico am Nordende des Comer Sees, mit einem erhöhten Mittelbau und zwei geschwungenen Flügeln, die eine breite Eingangsterrasse mit zwei Treppenläufen rahmen. Seine vier Geschosse enthielten Säle mit Stuck, Fresken und Holzarbeiten, beleuchtet durch große Fenster zu den Gärten und zum Alto Lario. Der Garten stieg von der Straße zur Villa über sieben große Becken an, die vom nahen Wildbach Sorico gespeist wurden und kleine Kaskaden bildeten.
Der Bau begann in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Auftrag von Giorgio Giulini, erstem Grafen von Sorico und königlich-herzoglichem Senator von Mailand, und wurde 1733 abgeschlossen, als der Baumeister Giovanni Maria Baroggio aus Rezzonico 1197 Lire für die letzten Ausschmückungen des Palastes und der Parkbrunnen abrechnete. Der Architekt ist unbekannt, doch gilt Pietro Ligari als Urheber der Erweiterung im frühen 18. Jahrhundert. Ein Hochwasser am 1. September 1755 zerstörte die Gärten; Graf Giovanni Giulini zog nach Gravedona, 1800 wurde der Palast verkauft und ging um 1850 an örtliche Familien über.
Der Palast war Zentrum für Fischhandel und Landwirtschaft und zeigt die Wirtschaftspraktiken der Adelsfamilien in der Region Lago di Como. Diese Aktivitäten prägen bis heute das Verständnis für die historische Bedeutung des Ortes in der lokalen Gemeinde.
Der Palast steht als Ruine nördlich der Staatsstraße SS 340 in Sorico an der Nordspitze des Comer Sees; er ist Privateigentum und unbewohnt, daher betrachtet man ihn von außen. Das Gebäude liegt nahe dem Wildbach Sorico, der einst seine Fischteiche speiste; der Boden am Wasser kann nach Regen feucht sein.
Das Hochwasser des Sorico-Bachs in der Nacht vom 1. September 1755 durchbrach die Gartenmauern und füllte das Haus mit Geröll; Graf Giovanni Giulini zog daraufhin nach Gravedona, und der Palast diente als Kornspeicher und Lager. 1800 wurde er mit den Gütern der Familie, darunter die Piani di Spagna, verkauft und ging um 1850 an örtliche Familien über.
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