Parco Regionale dello Stirone e del Piacenziano, Regionalpark zwischen den Provinzen Parma und Piacenza, Italien
Der Parco Regionale dello Stirone e del Piacenziano erstreckt sich zwischen den Provinzen Piacenza und Parma entlang des Sturzbachs Stirone und der Badlands des früheren geologischen Reservats Piacenziano. Er ist in vier Zonen gegliedert: Vollschutz (rund 219 ha, Fossilien, Zugang nur für wissenschaftliche oder didaktische Zwecke), allgemeiner Schutz (rund 481 ha), Umweltschutz (rund 1081 ha, weniger intensive Landwirtschaft) und Einrichtungen (rund 149 ha, ausgestattete Flächen und Parkplätze). In allen vier Zonen ist die Jagd verboten.
Das Gebiet wurde 2011 unter Schutz gestellt und transformierte Ackerland in ein geschütztes Areal für geologische Formationen und natürliche Lebensräume. Diese Umwandlung erkannte den wissenschaftlichen Wert der Landschaft an.
Die antiken Handelsrouten Via Emilia und Via Francigena durchqueren das Gebiet und verbinden historische Siedlungen, Burgen und Pfarrkirchen miteinander. Diese Wege prägen noch heute das Landschaftsbild und zeigen, wie Menschen seit Jahrhunderten diese Region nutzen.
Der Park ist in vier Zonen gegliedert: Zone A (rund 219 ha) ist für die Öffentlichkeit gesperrt und wissenschaftlichen sowie didaktischen Besuchen vorbehalten, während in Zone B (rund 481 ha) und Zone C (rund 1081 ha) extensivere Landwirtschaft erlaubt ist. Ausgestattete Bereiche und Parkplätze liegen in Zone D (rund 149 ha); die Jagd ist in allen vier Zonen verboten. Die fossilführenden Aufschlüsse liegen in Zone A, Fossilien findet man daher eher in den Museumssammlungen als im Flussbett.
Die Erosion des Stirone, teils natürlich, teils durch Kiesabbau im Flussbett verstärkt, hat marine Sedimente des Po-Randes freigelegt. Gefunden wurden Schildkröten, mehrere Wale und Muscheln; der Wal Plesiobalaenoptera quarantellii aus dem Miozän gehört zu den Stücken im Museum MuMAB in Millepioppi, das im September 2020 eröffnet wurde.
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