Porta Praetoria, Römisches Stadttor in Aosta, Italien.
Die Porta Praetoria ist ein antikes Stadttor in Aosta, Norditalien, das mit drei Durchgängen ausgestattet ist: einem breiten mittleren für Fahrzeuge und zwei schmaleren seitlichen für Fußgänger. Das Tor besteht aus zwei hintereinanderliegenden Torbögen und war ursprünglich in die Stadtmauer eingebettet.
Das Tor wurde um 25 v. Chr. errichtet, kurz nach der römischen Gründung der Stadt Augusta Praetoria, dem heutigen Aosta, und diente von Anfang an als Haupteingang an der Ostseite der Stadtmauern. Im Mittelalter wurde es in die umliegenden Gebäude einbezogen und teilweise verbaut, bevor es im 19. Jahrhundert freigelegt wurde.
Zwischen dem äußeren und dem inneren Tor befindet sich ein kleiner überdachter Bereich, der einst als Kontrollzone für Reisende diente und heute noch gut zu erkennen ist. Wer hindurchgeht, kann die Wände aus nächster Nähe betrachten und sieht, wie sich die Schichten aus verschiedenen Epochen übereinander aufgebaut haben.
Das Tor liegt im Zentrum von Aosta und ist zu Fuß leicht von der Hauptstraße aus zu erreichen. Es kann von außen jederzeit besichtigt werden, und der Durchgang ist in der Regel offen, sodass man die beiden Torbögen von innen sehen kann.
Die dem Publikum sichtbare Fassade war ursprünglich mit Marmorplatten verkleidet, während die Innenseite aus Puddinstein besteht, einem weniger aufwendigen Material. Diese Unterscheidung zeigt, wie die römischen Baumeister das Erscheinungsbild nach außen hin bewusst gestalteten, ohne dabei unnötig Material zu verschwenden.
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