Santa Cecilia a Decimo, Romanische Kirche in San Casciano in Val di Pesa, Italien
Santa Cecilia a Decimo ist eine Kirche mit typisch romanischem Basilikalgrundriss in San Casciano in Val di Pesa. Der Fassade ist ein dreifach bogiger Portikus vorgelagert; das Innere hat drei Schiffe mit je fünf Jochen auf rechteckigen Pfeilern mit Rundbögen. Der unveränderte romanische Glockenturm an der Nordseite besteht aus lagig verlegtem Kalk- und Sandstein und hat vier spitzbogige Öffnungen in der Glockenstube.
Die Pieve wird erstmals in einer Urkunde der Badia a Passignano vom März 884 erwähnt; ihr Name stammt von der zehnten Meile der via Cassia. Seit dem 10. Jahrhundert stand sie unter dem Schutz König Lothars II. und Kaiser Ottos III., die sie vom Gastungsrecht befreiten, was 1120 bestätigt wurde. 1355 wurde sie Hauptort der Lega di Decimo, und zwischen 1728 und 1730 wurde das Innere im Barockstil mit sieben Altären und Stuckdekoration umgestaltet.
Der Name Decimo stammt von der Lage der Kirche am zehnten Meilenstein der Via Cassia. Die Pieve stand einem Gebiet von 15 Filialkirchen vor, und der Bischof von Florenz behielt das Recht, ihre Pfarrer zu ernennen. Im Inneren liegt am Boden eine römische Grabstele eines Freigelassenen, die im Mittelalter als Taufbecken wiederverwendet wurde.
Das Gebäude ist nicht immer für Besucher geöffnet, daher ist es ratsam, sich vorab bei der lokalen Touristeninformation zu erkundigen. Die Kirche liegt in einem ländlichen Gebiet außerhalb des Dorfes und benötigt daher etwas Zeit zum Erreichen.
Nahe dem Taufbecken liegt auf dem Boden eine römische Grabstele eines Freigelassenen mit lateinischer Inschrift aus der späten Kaiserzeit; im Mittelalter wurde sie umgearbeitet und als Taufbecken genutzt. Die ersten beiden Pfeiler beim Portal sind vom Verputz befreit und zeigen ihre ursprüngliche Form.
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