Palude Brabbia, Naturschutzgebiet in der Provinz Varese, Italien
Die Palude Brabbia ist ein Naturschutzgebiet zwischen zwei Seen in der Provinz Varese, das Schilfbestände, feuchte Wälder und kleine Seen mit Seerosen umfasst. Das Gebiet entstand nach dem Rückzug von Gletschern und bietet heute verschiedene Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Das Feuchtgebiet entstand in den letzten 20.000 Jahren, als ein großer nacheiszeitlicher See, der auch die heutigen Seen Varese und Comabbio umfasste, nach Süden abfloss und das Bett des Bardello erodierte; der Wasserspiegel sank um etwa 20 Meter und legte den sumpfigen Boden frei. Ab 1847 wurde das Torfmoor etwas mehr als ein Jahrhundert lang zur Torfgewinnung abgebaut; die regelmäßigen, ausgehobenen Becken und der lange Kanal zwischen den beiden Seen prägen heute das Reservat.
Der Name des Reservats stammt vom Brabbia-Kanal, der es durchquert und den Lago di Varese mit dem Lago di Comabbio verbindet. Das Moor wurde ab 1847 gut ein Jahrhundert lang zur Torfgewinnung genutzt; die dafür ausgehobenen regelmäßigen Becken sind noch zu sehen. Das hier sehr häufige Blässhuhn wurde zum Symbol des LIPU-Schutzgebiets.
Der Ort ist tagsüber frei zugänglich und bietet Wege zum Spazieren sowie drei Beobachtungshütten zur Naturbeobachtung. Parkmöglichkeiten befinden sich in der Nähe an der Via Patrioti und Via Vanetti.
Das Gebiet beherbergt die größte Graureiherkolonie der Provinz Varese mit über 100 Brutpaaren, die jedes Jahr zwischen den Schilfbeständen nisten. Diese konzentrierte Population macht das Reservat zu einem besonderen Ort zur Beobachtung dieser großen Wasservögel.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.935 Mitwirkenden weltweit.