Rabatana, Mittelalterliches Viertel in Tursi, Italien
Rabatana ist ein Stadtviertel auf einem Hügel in Tursi, in der Basilikata, das von tiefen Schluchten umgeben und durch enge Steinpfade erschlossen wird. Die Häuser stehen dicht gedrängt beieinander und sind durch ein Geflecht aus Gassen und Treppen miteinander verbunden, die sich den Hang hinaufwinden.
Die Siedlung wurde im 5. Jahrhundert von gotischen Siedlern gegründet, die hier eine Burg errichteten, bevor im 9. Jahrhundert sarazenische Bewohner kamen. Diese frühe Geschichte prägte die Anlage des Viertels, das auf Verteidigung und Schutz ausgerichtet war.
Der Name Rabatana stammt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie befestigte Siedlung, was auf die sarazenische Vergangenheit des Ortes hinweist. Wer durch die engen Gassen geht, bemerkt, wie die Häuser um kleine Innenhöfe gruppiert sind, die Schutz und Schatten boten.
Der Hauptzugang zum Rione führt über eine steile Treppe, die als Petrizze bekannt ist und körperliche Anstrengung erfordert. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, und es lohnt sich, genug Zeit einzuplanen, um die Gassen und Höhenunterschiede in aller Ruhe zu erkunden.
In dem Viertel befindet sich die Kirche Santa Maria Maggiore, deren Fassade aus dem 15. Jahrhundert stammt, während die Fundamente der Kirche auf eine viel frühere Zeit zurückgehen. Wer genau hinschaut, entdeckt an der Außenwand Spuren verschiedener Bauphasen, die übereinanderliegen wie die Geschichte des Ortes selbst.
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