Porcelain boudoir of Maria Amalia of Saxony, Königliches Porzellanzimmer im Capodimonte Museum, Neapel, Italien
Das Porzellan-Boudoir der Maria Amalia von Sachsen ist ein quadratischer Raum, dessen Wände vollständig mit Porzellanplatten verkleidet sind und zwölf Pilaster mit sechs großen Spiegeln das Dekor strukturieren. Die Oberflächen sind mit floralen Girlanden und feinen Ornamenten verziert, die den Raum in einen glänzenden Gesamteindruck verwandeln.
Das Zimmer entstand zwischen 1757 und 1759 als Teil des königlichen Palastes von Portici für die Gemächer der Königin Maria Amalia. Nach einer Umsiedlung im Jahr 1866 wurde es in den Capodimonte-Palast in Neapel integriert, wo es sich heute befindet.
Die Dekoration zeigt chinesisch inspirierte Themen mit Szenen aus dem täglichen Leben, Tiermotiven und Pflanzendarstellungen auf den Porzellanpaneelen. Diese Motive spiegeln die europäische Faszination für fernöstliche Kulturen wider, die im 18. Jahrhundert großen Einfluss auf Kunst und Design ausübte.
Der Raum befindet sich im Capodimonte-Museum in Neapel und ist Teil der dauerhaften Ausstellung des Palastes. Besucher sollten beachten, dass der enge Raum und die reflektierenden Oberflächen eine einzigartige Sicht- und Lichterfahrung schaffen.
Der Deckenleuchter zeigt einen Kokospalmenbaum mit einem kletternden Affen und eine chinesische Figur, die einen Drachen mit einem Fächer neckt. Diese Details sind typisch für die spielerische Art, wie europäische Künstler ihre Wahrnehmung des Fernen Ostens in Luxusobjekte umwandelten.
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