Rocca di Pietracassia, Mittelalterliche Festung in Lajatico, Italien.
Die Rocca di Pietracassia ist eine mittelalterliche Burgruine auf 534 Metern Höhe in Lajatico mit Blick auf das Sterza-Tal. Sie besteht aus zwei Teilen: einer älteren quadratischen Burg mit Bergfried und zwei Türmen (einem quadratischen und einem siebeneckigen), die durch mächtige Mauern verbunden sind, sowie einer Außenmauer aus dem 13. Jahrhundert aus großen Kalksteinblöcken. Die Nordseite endet an einem Felsabsturz.
Die erste schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1028, als sie die Grenze zwischen der Diözese Volterra und dem pisanischen Gebiet markierte; einige Autoren verlegen ihren Ursprung in die Langobardenzeit. 1115 kaufte Bischof Ruggieri von Volterra sie für 50 Lire. Nach der pisanischen Niederlage bei Meloria 1284 ging sie an Lucca und Florenz über und wurde 1431 nach einem Aufstand zurückerobert und abgetragen.
Der Name Pietracassia stammt vom natürlichen Riss im Felsfundament, was die Verbindung zwischen Architektur und lokalen geologischen Merkmalen zeigt. Diese Besonderheit prägte das Verständnis der Erbauer für die Landschaft, in der sie ihre Befestigung errichteten.
Besucher müssen ihr Auto bei Poggio delle Cataste parken und einem 2 Kilometer langen Wanderweg durch Eichenwälder folgen. Der Weg ist gut zu Fuß erreichbar, aber es ist ratsam, bequeme Schuhe und ausreichend Wasser mitzunehmen.
Der Ostturm der Burg ist der einzige noch zugängliche Teil und bewahrt sein Tonnengewölbe. Die Hauptfassade nach Süden hat weder Öffnungen noch Zinnen; ihre Schießscharten wurden später eingefügt. Der Eingang beim Westturm liegt erhöht und ist heute stark beschädigt.
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