Chemisches Werk Pieve Vergonte, Chemieunternehmen im Piemont, Italien
Die Chemikalienfabrik Pieve Vergonte ist ein Industriebetrieb in der oberitalienischen Gemeinde, der seit Anfang des 20. Jahrhunderts Chlor-Alkali-Produkte und andere Chemikalien herstellt. Der Standort nutzt Wasserkraft aus nahegelegenen Flüssen für energieintensive Prozesse und verfügt über ein komplexes Netzwerk von Rohren, Tanks und Reaktoren.
Der Betrieb wurde 1915 gegründet und spezialisierte sich zunächst auf Chlor-Alkali-Produkte und Schwefelsäure mit Wasserkraft aus der Region. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Anlage und nahm neue Produktionslinien wie Ammoniak und Düngemittel auf, bevor sie im späten 20. Jahrhundert mehrfach den Besitzer wechselte und schrittweise zurückgefahren wurde.
Das Gelände ist ein aktiver Industriestandort mit begrenztem öffentlichen Zugang; Besucher sollten sich vorher erkundigen und Sicherheitsvorkehrungen beachten. Die Anlage liegt in einem Tal zwischen den Alpen und dem Lago Maggiore, das mit dem Auto oder der Bahn erreichbar ist.
Das Werk war lange Zeit ein Umweltproblem und enthielt Quecksilber in seinen Produktionsprozessen sowie giftige Stoffe im Boden. Heute wird es in Phasen saniert, mit Bemühungen zur Wiederherstellung der Marmazza-Bach und zum Bau von Barrieren zur Überwachung von Grundwasserverschmutzung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.