Tabernacolo della Madonna della Tosse, Neugotisches Bauwerk in Castelfiorentino, Italien.
Das Tabernacolo della Madonna della Tosse ist ein Gotteshaus mit spitzbogigen Fenstern, feinen Steinmetzarbeiten und vertikalen Linien, die den Blick nach oben lenken. Die Fassade zeigt die charakteristische Formensprache der Spätgotik mit detailreicher Ausgestaltung.
Der gemauerte Tabernakel stammt von 1484, als Benozzo Gozzoli und seine Werkstatt ihn im Auftrag von Messer Grazia da Castelnuovo, Prior von Santa Maria Assunta in Castelnuovo d'Elsa, mit Fresken versahen, wie eine Inschrift auf der Frontseite berichtet. Eine apostolische Visitation von 1576 erwähnt die monatliche Prozession der Societas B.V.M. Annunciatae zum Oratorium. 1853 wurde er in eine neugotische Kapelle einbezogen und zum Oratorium umgestaltet, um die Malereien zu schützen; diese wurden in den 1970er Jahren abgenommen und in das am 30. Januar 2009 eröffnete BEGO-Museum überführt.
Der Name „della Tosse“ verweist auf den Husten, und der Bau war ein Andachtsort für dieses Leiden. Ein Bericht über eine apostolische Visitation von 1576 erwähnt, dass die Societas B.V.M. Annunciatae mit Sitz in Santa Maria Assunta in Castelnuovo d'Elsa monatlich in Prozession zum Oratorium hinabzog. Die bemalte Fläche wurde in den 1970er Jahren abgenommen und mit Gozzolis Tabernakel der Heimsuchung im BEGO-Museo Benozzo Gozzoli zusammengeführt, das am 30. Januar 2009 eröffnet wurde.
Das Bauwerk steht an der Straße von Castelfiorentino nach Castelnuovo d'Elsa, außerhalb des Zentrums, und ist daher über diese Landstraße und nicht vom Hauptplatz aus zu erreichen. Die Fresken von 1484 sind nicht mehr hier: Sie werden im BEGO-Museo Benozzo Gozzoli, via Testaferrata, im historischen Zentrum von Castelfiorentino gezeigt, das seit dem 30. Januar 2009 geöffnet ist.
Die Fresken von 1484 wurden in den 1970er Jahren abgenommen und zusammen mit denen des Tabernakels der Heimsuchung im BEGO-Museo Benozzo Gozzoli neu zusammengesetzt, das am 30. Januar 2009 in der Via Testaferrata in Castelfiorentino eröffnet wurde. Zuvor lagen sie als Raccolta Comunale d'Arte in der Stadtbibliothek. Die Kapelle an der Straße nach Castelnuovo steht heute ohne ihre bemalte Fläche da.
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