Teodelapio, Stahlskulptur am Bahnhof, Spoleto, Italien
Teodelapio ist eine schwarz lackierte Stahlskulptur vor dem Bahnhof von Spoleto, 18 Meter hoch, 14 Meter breit und dreißig Tonnen schwer. Die elf Millimeter dicken Stahlplatten sind miteinander verschweißt und mit Sockeln im Boden verankert, die zwei Meter unter dem Platzniveau liegen.
Die Skulptur entstand 1962 für das fünfte Festival dei Due Mondi im Rahmen der von Giovanni Carandente konzipierten Freiluftausstellung „Sculture in città“. Das Modell wurde im Italsider-Werk in Savona siebenundzwanzigfach vergrößert und anschließend in Spoleto montiert und verschweißt. Im Juni 2015 wurde sie restauriert.
Der Name bezieht sich auf einen Langobardenherzog aus Spoleto, den der Künstler Alexander Calder in alten Drucken im Hotel dei Duchi entdeckte. Diese historische Verbindung zur lokalen Geschichte wird in der abstrakten Form sichtbar und verbindet die moderne Kunst mit der mittelalterlichen Vergangenheit der Stadt.
Das Kunstwerk steht direkt vor dem Bahnhofsgebäude, daher ist es sofort nach der Ankunft mit der Bahn zu sehen. Der offene Platz bietet gute Sicht von allen Seiten und ist leicht zugänglich für Besucher.
Die Stahlplatten der Konstruktion sind einen Zentimeter dick, eine Spezifikation, die normalerweise für Schiffshüllkonstruktionen verwendet wird. Diese ungewöhnliche Wahl verleiht der Skulptur eine robuste Haltbarkeit für die Exposition gegenüber Wetter und Zeit.
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