Torre di Buranaccio, Küstenverteidigungsturm in Capalbio, Italien.
Die Torre di Buranaccio ist ein Küstenturm am Ufer des Lago di Burano in Capalbio, der südlichste an der tyrrhenischen Küste der Toskana. Er hat drei Ebenen, einen quadratischen Grundriss auf einem mächtigen geböschten Sockel, der durch ein Gurtband verbunden ist, und steinverkleidete Mauern von 2 bis 3 Metern Dicke. Oben liegt eine Terrasse ohne Zinnen auf breiten vorspringenden Konsolen, mit einem kleinen rechteckigen Mauerwerksbau an einer Ecke.
Die heutige Befestigung entstand um die Mitte des 16. Jahrhunderts an der Stelle eines vermutlich mittelalterlichen Vorgängerbaus. Sie war der südlichste Verteidigungsposten des Staates der Presidi, an der Grenze zum Großherzogtum Toskana und zum Kirchenstaat. Spätere Umbauten ließen ihr ursprüngliches Aussehen nahezu unverändert.
Der Turm war Teil eines Kommunikationssystems für die Küstenverteidigung, bei dem Wächter tagsüber Rauchsignale und nachts Feuer nutzten, um Informationen über große Entfernungen weiterzugeben. Diese Art der Nachrichtenübertragung war für den Schutz der Küstenbewohner von zentraler Bedeutung.
Der Turm steht am Ufer des Lago di Burano am Südende der Küste von Capalbio, im Naturschutzgebiet des Sees. Die Quellen nennen weder Treppe noch Innenzugang oder Öffnungszeiten; die Anlage ist daher von außen zu betrachten, das Gelände am See ist flach und begehbar.
Im Untergeschoss enthält die Weiße eine Wasserzisterne, die es der Besatzung ermöglichte, Vorräte zu nutzen, ohne den Schutz des Bauwerks zu verlassen. Dieses Merkmal war praktisch, um lange Belagerungen oder Phasen der Isolation zu überstehen.
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