Villa Salviatino, Maiano, Renaissancevilla in Fiesole, Italien
Die Villa Salviatino liegt am Fuß des Hügels von Maiano, in der Via del Salviatino 21, kurz vor der Stadtgrenze von Florenz. Die Fassade bewahrt eine Loggia mit sechs Bögen, seitlich je drei Bögen und Balustraden aus Pietra serena; das oberste Geschoss ist später hinzugefügt. Der formale Garten wurde wiederhergestellt, mit Gewächshäusern und Parterre hinter einer schattigen Zufahrtsallee, deren Wege mit farbigen Kieselsteinen gepflastert sind.
Ein bescheidenes Bauernhaus aus dem 14. Jahrhundert, 1427 von den Bankiers Bardi gekauft und als Palast wiederaufgebaut, erhielt nach dem Verkauf 1447 an Nicola Tegliacci den Namen Palagio dei Tegliacci. Alamanno Salviati erwarb es 1531 und ließ es freskieren, daher der Name Il Salviatino zur Unterscheidung von der Villa Salviati. Von 1973 bis 1987 betrieb die Stanford University hier ihr Italienprogramm.
Die Villa verdankt ihren Namen Alamanno Salviati, der sie 1531 kaufte und neu errichten ließ, vielleicht nach einem Entwurf von Gherardo Silvani; man nannte sie „il Salviatino“, um sie von der größeren Villa Salviati an der via Bolognese zu unterscheiden. Francesco Redi besang sie in Bacco in Toscana (1685): „Fiesole viva, eterno viva il nome / del buon Salviati e del suo bel Maiano“.
Die Villa ist am leichtesten mit einem organisierten Shuttle-Service zu erreichen, der den Gästen den Transport nach Florenz bietet. Wer zu Fuß anreisen möchte, sollte die steilen Wege und die exponierte Lage auf dem Hügel einkalkulieren.
Zwischen 1973 und 1987 nutzten Studenten der Stanford University die Villa als Auslandscampus und lebten dort in den historischen Räumen zwischen den Kunstsammlungen. Diese amerikanische Episode hinterließ Spuren in der Art, wie das Gebäude funktioniert und wahrgenommen wird.
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