Umbriano, Mittelalterliche Festung in Ferentillo, Italien
Umbriano ist eine mittelalterliche Befestigung, die auf dem Nordhang des Berges Sant'Angelo errichtet wurde und einen hohen quadratischen Turm, Wehranlagen und ein spitzbogiges Eingangstor aufweist. Die Struktur zeigt typische Merkmale mittelalterlicher Burgarchitektur mit defensiven Elementen, die strategisch angeordnet sind.
Die Burg wurde 890 errichtet, unmittelbar nach den Sarazenenüberfällen in Umbrien, an einer beherrschenden und von Natur aus uneinnehmbaren Lage. Zusammen mit der Rocca von Ferentillo verteidigte sie die Abtei San Pietro in Valle. Sie wechselte mehrfach den Besitzer, darunter Luigi Desiderato di Montholon, den Pius IX. 1847 zum Prinzen von Umbriano und Präzeptor ernannte.
Die Fresken befinden sich nicht in der Burg, sondern in der Dorfkirche von Umbriano, die zwei Werke von Lo Spagna bewahrt: einen Heiligen Sebastian und eine Kreuzigung mit dem Ewigen Vater. Lo Spagna, ein Nachfolger Peruginos, war im frühen 16. Jahrhundert in Umbrien tätig.
Der Ort ist seit etwa 1950 vollständig verlassen und schwer zugänglich, daher sollten Besucher mit schwierigen Bedingungen rechnen. Vor einem Besuch sollte man sich über aktuelle Zugänglichkeit informieren und festes Schuhwerk sowie Vorsicht mitbringen.
Das Schloss war auch Eigentum von Luigi Desiderato di Montholon, der 1847 von Papst Pius IX. den Titel Fürst von Umbriano und Prälat erhielt. In den päpstlichen Bevölkerungsregistern von 1835 sind für Umbriano nur 19 Einwohner verzeichnet.
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