Villa Peragallo, Privatvilla in Calenzano, Italien.
Die Villa Peragallo liegt am höchsten Punkt der Altstadt von Calenzano, an der via del Castello. Der Hauptbau ist kompakt und symmetrisch, mit mittigem Eingang und Treppenhaus, einem vorspringenden dreiachsigen Mittelteil unter einem Uhrturm und manieristischen Gliederungen an der Fassade. Seitlich stehen eine Kapelle und ein privates Theater; Gewächshäuser, zwei Villini, Stallungen, eine künstliche Grotte und eine Unterführung unter der via del Castello verteilen sich im terrassierten Park.
Giuseppe Targioni beauftragte den Florentiner Architekten Enrico Dante Fantappiè, die Villa zwischen 1905 und 1907 anstelle der früheren Villa Matilde zu errichten, die der Familie Frittelli gehörte und Ende des 19. Jahrhunderts an die Targioni verkauft wurde. Die Arbeiten wurden unterbrochen, der Komplex blieb unvollendet. Um 1915 ging er nach dem finanziellen Niedergang der Targioni an Cornelio Peragallo über, einen genuesischen Bankier mit Wohnsitz in Rom.
Der Name der Villa stammt von Cornelio Peragallo, einem genuesischen Bankier und Aktionär der Banca d'Italia, der die Anlage um 1915 nach dem finanziellen Niedergang der Targioni kaufte. Zwischen den Weltkriegen fanden in ihrem Park Kostümfeste wie die Festa dell'Uva und die religiöse Prozession der Quarantore statt. Das private Theater und die Kapelle stehen beiderseits der Hauptvilla.
Die Villa Peragallo liegt im höchsten Teil der Altstadt von Calenzano, in der Via del Castello 48, neben der Kapelle und dem privaten Theater, zugewandt einem Vorplatz mit großem Becken. Ein Gang unterquert die Via del Castello und verbindet beide Teile des Parks; der zweite Eingang liegt an der Via Mascagni. Die Anlage ist privat und restaurierungsbedürftig, daher betrachtet man sie von der Straße aus.
Die Villa besaß ein eigenes Elektrizitätswerk, das Haus und Park mindestens zehn Jahre vor dem Stromanschluss von Calenzano beleuchtete. Zwischen den Kriegen fanden in ihrem Park die Festa dell'Uva und die Prozession der Quarantore statt; beim Durchzug der Front nutzten deutsche Truppen sie als Militärkommando.
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