Villa Mocenigo, Villa aus dem 18. Jahrhundert in Oriago, Mira, Italien
Villa Mocenigo ist eine venezianische Villa des 18. Jahrhunderts am rechten Ufer des Naviglio in Oriago di Mira. Die zweigeschossige Hauptfassade mit fünfzehn Achsen ist nach Nordwesten zum Kanal gerichtet; Gesimse und Fensterbänke betonen die waagerechte Lagerung. Die leicht vortretende Mitte krönt ein flacher Bogenfronton mit drei Akrotervasen und dem Wappen der Mocenigo. Das von einer kurzen Treppe erschlossene Rundbogenportal wird von zwei bogenförmigen Einzelfenstern flankiert, die übrigen Öffnungen sind einfache Rechtecke. An das Herrenhaus ist eine kleine Barchessa angebaut.
Die Villa Mocenigo wurde im 18. Jahrhundert von der Familie Mocenigo am rechten Ufer des Naviglio del Brenta errichtet, auf dem Gebiet der damaligen Gemeinde Gambarare. Sie stand nahe der Piazza del Mercato, wo der venezianische Provveditore der Gambarare seinen Sitz hatte, an einem von Venedig aus auf dem Wasser erreichbaren Ort. 1712 stiftete dieselbe Familie der Pfarrkirche von Gambarare die zwei Porphyrsäulen ihres Hochaltars. Später ging die Villa an die De Luigi und die Zara über und gehört der Gemeinde Mira.
Die Innenräume zeigen Stuckdekorationen und Fresken von Giandomenico Tiepolo, einem bedeutenden venezianischen Maler des 18. Jahrhunderts. Diese Kunstwerke prägen die Räume und erzählen von der Bedeutung, die die Familie dem künstlerischen Schmuck ihrer Residenz beimaß.
Die Villa gehört der Gemeinde Mira und liegt am rechten Ufer des Naviglio in Oriago, erreichbar über die Straße oder per Boot auf dem Brenta. Die Hauptfassade ist nach Nordwesten zum Kanal gerichtet, die Südostseite öffnet sich zu einem heute stark verkleinerten Park. Das Gebäude ist weder Schule noch regulär geöffnetes Museum; erkundigen Sie sich daher vor einem Besuch bei der Gemeindeverwaltung von Mira.
Von 1991 bis 2018 beherbergte die Villa das Internationale Zentrum für Tourismusökonomie-Studien der Universität Ca' Foscari. Dies zeigt, dass die historische Struktur im 20. Jahrhundert eine neue Rolle als akademischer Forschungsort gefunden hat.
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