Villa Plinianina, Neugotische Villa in Torno, Italien
Die Villa Plinianina ist ein im Felsen verankerter Baukörper über dem Comer See in Torno, mit vier Geschossen und vier Reihen von Öffnungen in der Fassade. Eine dreifach gewölbte dorische Loggia mit Doppelsäulen trennt das erste Geschoss von den beiden oberen, wo eine überdeckte Loggetta mit sieben kleinen dorischen Säulen an die gebrochenen Giebel darunter anschließt. Ab 1855 im venezianischen neugotischen Stil errichtet, zeigt sie Terrakotta-Ornamente und horizontale Bänder in Altrosa und Hellgrau.
Bereits 1570 stand hier ein Haus, das Giovanni Anguissola am Ufer zwischen Torno und Molina errichten ließ. Das Land gehörte der Familie Caprera, die neben einem Haus mit Garten Weinberge bewirtschaftete; 1839 ging es an Gräfin Alessandrina de Mondran, Gattin des Grafen Ernesto Tanzi di Blevio. 1845 kaufte es der Patriot Filippo Caronti, ein Freund Mazzinis, und um 1855 entstand die heutige Villa für den杂 Mailänder Eisenbahningenieur Canzio Canzi.
Der Name ist eine Verkleinerungsform der benachbarten Villa Pliniana, die wiederum nach einer von Plinius dem Älteren beschriebenen Quelle benannt ist. Erbaut wurde die Villa als Ferienhaus vom Mailänder Eisenbahningenieur Canzio Canzi, der sich an den gotischen Palästen Venedigs und Veronas orientierte. Ihr Wappen ziert die Schornsteine.
Die Villa ist heute in private Wohnungen aufgeteilt und nicht von innen zu besichtigen; man sieht sie vom See oder von der Straße zwischen Torno und Molina aus. Zu ihren Füßen liegen ein kleines Hafenbecken und ein Bootshafen mit einigen Liegeplätzen, im Park stehen zwei spätere Nebengebäude, das ehemalige Pförtnerhaus und das ehemalige Holzlager, die heute bewohnt sind.
Der Name „Plinianina“ bedeutet „kleine Pliniana“ und bezieht sich auf die benachbarte Villa Pliniana, nicht auf eine Quelle auf dem Grundstück. Das Wappen der Villa ist in die Schornsteine auf dem Dach gemeißelt, ein vom See aus leicht zu übersehendes Detail. Zum Park gehören zudem zwei spätere Nebengebäude, ein rosa ehemaliges Pförtnerhaus und ein graues ehemaliges Holzlager, die heute zu Wohnungen umgebaut sind.
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