Salvatore Ferragamo Museum, Modeindustriemuseum in Florenz, Italien
Das Salvatore Ferragamo Museum nutzt das Sockelgeschoss des Palazzo Spini Feroni, des mittelalterlichen Florentiner Palastes, den das Unternehmen seit den 1930er Jahren verwendet. Seit 2006 gibt es keine Dauerausstellung mehr: Jedes Jahr greift eine Wechselausstellung auf das Ferragamo-Archiv zurück, mit Schuhen von 1927 bis 1960, Zeichnungen, Fotografien und Werbeentwürfen von Lucio Venna.
Das Museum wurde 1995 im Palazzo Spini Feroni eröffnet, einem Gebäude, das bereits im Jahr 1289 errichtet wurde und damit zu den ältesten erhaltenen Stadtpalästen von Florenz zählt. Salvatore Ferragamo erwarb den Palazzo 1938 als Firmensitz, und nach seinem Tod verwandelten seine Erben einen Teil davon in ein Museum, das sein Lebenswerk zeigt.
Das Museum zeigt Schuhe, die für Filmstars wie Marilyn Monroe oder Sophia Loren entworfen wurden, und macht deutlich, wie eng Mode und Kino in den 1950er und 1960er Jahren miteinander verbunden waren. Wer durch die Ausstellung geht, versteht, warum Ferragamo in Italien als Handwerker und nicht nur als Modeschöpfer gilt.
Seit 2006 nutzt das Museum das Sockelgeschoss des Palazzo Spini Feroni und arbeitet mit jährlich wechselnden Sonderausstellungen statt einer Dauerausstellung; was gezeigt wird, ändert sich von Jahr zu Jahr. Es liegt an der Via de' Tornabuoni, der Straße von der Piazza della Signoria zum Arno und zur Ponte Santa Trinita.
Der Korkkeilabsatz wurde 1937 patentiert; das Archiv bewahrt zudem Schäfte aus Raffia, Zellophan und sogar Bonbonpapier, die während des Zweiten Weltkriegs verwendet wurden. Erhalten sind auch Werbeentwürfe des futuristischen Malers Lucio Venna, von dem das bekannte Ferragamo-Etikett stammt.
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