Church of Saint John of Verdara, Gotisches Religionsdenkmal in Padua, Italien.
Die Kirche San Giovanni di Verdara ist eine ehemalige römisch-katholische Kirche in der Via San Giovanni di Verdara in Padua. Ihre nach Osten ausgerichtete Giebelfassade bewahrt gotische Öffnungen, darunter ein von vielpassigen Bögen gerahmtes Rosenfenster; die Seitenwände sind durch tiefe Blendenbögen gegliedert. Der einst dreischiffige Innenraum wurde für den Krankenhausbetrieb unterteilt, und südlich stehen die Klostergebäude mit zwei Kreuzgängen.
Die Kirche bestand bereits 1219 als Gotteshaus eines Priorats weißer Benediktinermönche in einem wegen seiner Vegetation „viridaria“ genannten Viertel. 1431 übergab Papst Eugen IV. das ganze Kloster als Kommende seinem Neffen, Kardinal Antonio Correr, der es 1436 den Laterankanonikern anvertraute; diese ließen Kirche und Konvent von Lorenzo da Bologna und Giuliano da Porlezza erweitern. 1566 wurde es Abtei, 1783 von der Republik Venedig aufgehoben, 1852 kurzzeitig den Jesuiten übergeben und nach 1866 in ein Militärkrankenhaus umgewandelt.
Der Name Verdara stammt von der „viridaria“, der üppigen Vegetation des Gebiets, in dem das Benediktinerpriorat entstand. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert zog die Kunst- und Büchersammlung der Chorherren, bereichert durch den Bestand Pietro Montagnanas und 1711 durch die Sammlung Marco Mantova Bonavides', Humanisten wie Pietro Bembo an, der regelmäßig zu Gast war.
Die Anlage gehört heute dem italienischen Heer und bildet die Kaserne „De Bertolini“, Sitz der Militärabteilung für Rechtsmedizin von Padua; das Gelände ist daher für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Kirchenfassade ist von der Via San Giovanni di Verdara aus, wo der Eingang die Nummer 123 trägt, teilweise noch zu sehen.
Die Fassade der Kirche zeigt noch gotische Öffnungen, darunter eine von vielbogigen Arkaden gerahmte Rosette; der übrige Bau ist später, vielleicht aus dem 17. Jahrhundert. Die westliche Apsis springt deutlich hervor und endet in polygonalem Grundriss; daneben steht der Sockel eines nach 1866 fast ganz abgetragenen Glockenturms.
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