Villa Fogazzaro Roi, Literarische Residenz in Valsolda, Italien.
Villa Fogazzaro Roi ist eine Villa aus dem 19. Jahrhundert am italienischen Ufer des Luganersees in Oria, Valsolda. Sie besteht aus mehreren Gebäuden, die um einen Kern aus dem 16. Jahrhundert errichtet wurden, dessen hinterer Hängegarten erhalten ist. Am Eingang steht eine Bronzestatue Antonio Fogazzaros von Emilio Bisi. Die Innenräume, viele für Gäste, umfassen den Salone Siberia, benannt nach seiner schweren Beheizbarkeit, und eine Bibliothek mit den Büchern Fogazzaros und des Marquis Roi.
Die Villa Fogazzaro Roi geht auf einen Kern aus dem 16. Jahrhundert zurück, der der Pfarrei San Sebastiano gehörte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam sie an die Familie Barrera, und Antonio Fogazzaro wohnte dort 1848–1849 als Kind bei seinem Onkel Pietro. 1900 erwarb die Familie Fogazzaro das Anwesen, nachdem sie sich 1888 mit den Markgrafen Roi verbunden hatte; Markgraf Giuseppe Roi restaurierte es in den 1950er- und 1960er-Jahren und schenkte es 2009 dem FAI.
Der Name geht auf Antonio Fogazzaro zurück, den italienischen Schriftsteller, der hier wohnte und arbeitete. Im Haus findet man noch heute seine persönlichen Gegenstände und Bücher, die zeigen, wie er hier gelebt hat.
Das Haus ist nur mit Führungen zugänglich, daher ist eine vorherige Anmeldung sinnvoll. Es lohnt sich, sich vorher über die genauen Öffnungszeiten zu informieren, da diese je nach Jahreszeit variieren können.
Im Alkovenzimmer steht Antonio Fogazzaros Schreibtisch, dessen Schublade innen, sogar an den Rändern, zahlreiche handschriftliche Notizen trägt, teils vom Abrieb des Holzes beim Öffnen und Schließen verwischt. Eine davon wendet sich an seinen Sohn Mariano, der 1895 an Typhus starb: „Mariano, Mariano, Mariano mio!“, datiert auf den 11.8.95.
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