Burgruine Pfeffersberg, Mittelalterliche Burgruine in Brixen, Italien
Pfeffersberg Castle ist eine Burgruine auf den westlichen Hängen des Brixner Tals, deren Steinreste die Fundamente von Verteidigungsmauern und Türmen offenbaren. Die Überreste bilden ein fragmentarisches Muster aus Grundmauern, die zeigen, wo einst die Wohnbereiche und Wehreinrichtungen standen.
Hermann vom Michaelstor, Bruder des Ministerialen Albert und Begründer des Geschlechts der Voitsberger, ließ die Burg 1194 auf einem 740 Meter hohen Moränenschuttkegel erbauen und nannte sich danach von Pfeffersberg. Um 1260 starb das Geschlecht aus, die Burg fiel an die Herren von Voitsberg zurück. In der Fehde zwischen den Voitsbergern und Bischof Bruno wurde sie schwer beschädigt und verlassen, danach diente sie den umliegenden Bauern als Steinbruch. Um 1600 beschrieb Marx Sittich von Wolkenstein den zerfallenen Turm; bis 1830 ragte der Bergfried noch auf, genannt „öder Turm“, bevor Studenten seine Reste Mitte des 19. Jahrhunderts zerstörten.
Die Ruine zeigt, wie die Menschen des Mittelalters ihre Burgen bauten und verteidigten, mit Steinen, die noch heute ihre Handwerkskunst offenbaren. Diese Art von Bauwerk war typisch für die Gegend und half damals, die Täler zu kontrollieren.
Die Ruine ist über markierte Wanderwege von Brixen aus erreichbar, wobei verschiedene Routen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten. Gutes Schuhwerk und etwas Zeit zum Bergaufgehen sollte man einplanen, besonders bei schlechtem Wetter.
Die Ringmauer, rund 3 m hoch und 1,20 m dick, ist von weither sichtbar und wird oft für eine Weinbergmauer gehalten. Um 1600 notierte Marx Sittich von Wolkenstein, die Ruine habe ein eigenes Gerichtel namens Pfeferwurg gehabt, später der Stadt Brixen unterstellt. Bis 1830 ragte noch der Bergfried auf, weshalb man die Ruine den „öden Turm“ nannte.
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