Torgglhaus, Gebäude in Bozen (Südtirol)
Das Torgglhaus ist ein geschütztes Gebäude in Bozen mit einem markanten neoklassischen Turm an der zentralen Obstgasse. Die Struktur verfügt über drei Hauptgeschosse, einen zwei Geschosse hohen Turm mit spitzer Dachkrone aus glasierten Ziegeln, und ist mit Wandmalereien von Ignaz Stolz geschmückt, darunter biblische Szenen an der Museumstraßenseite.
Das Torgglhaus wurde 1895 nach Plänen des bekannten Architekten Otto von Mayrhauser erbaut, der sich an der spätgotischen Architektur des Weggenstein Hauses inspirierte. Die Eröffnung fand am 24. November 1895 statt und 1896 war das Gebäude Schauplatz der ersten Weinfest Bolzanos, bevor es 1913 unter der Leitung von Albert Netzer umgestaltet wurde.
Der Name Torgglhaus stammt aus dem lokalen Sprachgebrauch und verweist auf die ursprüngliche Verwendung als Handels- und Lagerhaus. Die Wandmalereien im Inneren und an der Fassade zeigen biblische Szenen und Ritter, die die Verbindung des Hauses zu lokalen Handwerkstraditionen und regionalen Geschichten verdeutlichen.
Das Gebäude befindet sich an der Obstgasse neben der Museumstraße und fällt durch seinen hohen Turm auf. Beim Erkunden der Altstadt ist es leicht zu finden und bietet von außen einen klaren Blick auf die Architektur und Wandmalereien, wobei ein Spaziergang um das Gebäude herum alle Details am besten zur Geltung bringt.
Im Inneren des Torgglhaus befindet sich ein bemerkenswertes Wandgemälde einer mittelalterlichen Bankettszene, das zusammen mit biblischen Szenen die kulturelle Vergangenheit widerspiegelt. Diese weniger bekannte Dekoration im Weinhalle-Bereich zeigt, wie lokale Künstler Alltagsscenen mit historischen Referenzen vermischten.
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