Villa Serbelloni, Adelsresidenz am Bellagio-Vorgebirge, Italien.
Villa Serbelloni Rockefeller ist ein edler Landsitz auf der Halbinsel von Bellagio, der auf einem Hügel mit Blick auf den Comer See liegt. Das Anwesen zeigt sich mit formalen Gärten aus beschnittenen Eiben und Zypressen, umgeben von ausgedehnten Waldflächen und steilen Abhängen.
Auf dem Gelände stand eine Burg, die Galeazzo Visconti zwischen 1365 und 1375 zerstören ließ. 1486 verkaufte Daniele Birago die Halbinsel an Marchesino Stanga, der einen 1493 vollendeten Palast errichten ließ. Nach einem Brand kaufte Francesco Sfondrati die zerstörte Villa 1539 und baute sie wieder auf. 1788 ging sie an Alessandro Serbelloni, der 13 km Wege und einen Tunnel unter der Burg anlegen ließ.
Seit 1959 gehört die Villa der Rockefeller-Stiftung, die sie als Bellagio Center führt. Wissenschaftler, Forscher und Künstler aus vielen Ländern wohnen dort für Residenzen und Konferenzen. Das Anwesen ist privat und nicht öffentlich zugänglich; der Park lässt sich nur im Rahmen vorab vereinbarter Führungen besichtigen.
Das Gelände bietet mehrere Wanderwege durch Wälder, die Ausblicke auf beide Arme des Comer Sees ermöglichen. Besucher sollten bequeme Schuhe mitbringen, da die Wege teilweise steil sind und sich über das hügelige Terrain erstrecken.
Ella Walker, spätere Ehefrau von Alexander von Thurn und Taxis, kaufte die Villa 1930 und wohnte dort bis 1959; dann vermachte sie sie der Rockefeller-Stiftung. Diese führt den Besitz als Bellagio Center für die Wissenschaft. Die Villa ist nicht mit dem Grand Hotel Villa Serbelloni zu verwechseln, das 400 Meter weiter direkt am See liegt.
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