Santi Martiri, Kleinbasilika in Sanzeno, Italien.
Die Basilika der heiligen Sisinnius, Martirius und Alexander ist eine Hallenkirche in Sanzeno von 46 m Länge, 14,50 m Breite und 13,45 m Höhe aus hellem Stein. Drei gleich hohe Schiffe, deren Seitenschiffe je vier Säulen mit gotischen und Renaissance-Kapitellen abtrennen, tragen Netzgewölbe. Die Fassade ist in drei Felder geteilt, in der Mitte eine große Fensterrosette von Giacomo Mookadoha.
Der Bau des heutigen Heiligtums begann im 15. Jahrhundert unter bischöflicher Förderung und erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte bis zur Fertigstellung der Steinfassade. Diese lange Bauphase spiegelt sowohl wirtschaftliche als auch spirituelle Prioritäten der Region wider.
Die Bronzetüren am Eingang schuf Livio Conta im Jahr 1997; sie erzählen die Geschichte der drei Märtyrer. In der Kapelle im rechten Seitenschiff ist ein Fresko aus dem 12. Jahrhundert erhalten, das Sisinnius, Martyrius und Alexander zwischen Figuren des Alten und Neuen Testaments und Monatssymbolen zeigt.
Die Basilika steht im Zentrum von Sanzeno im Nonstal und wird von einem Franziskanerkonvent betreut. Der Glockenturm mit Triforienfenstern und die Bronzetüren von 1997 liegen zum Platz hin; die Märtyrerkapelle befindet sich im rechten Seitenschiff hinter einem schmiedeeisernen Gitter. Der Zugang zur Kapelle kann während der Gottesdienste eingeschränkt sein.
Archäologische Ausgrabungen an diesem Ort haben Überreste aus der Antike zutage gefördert, darunter Grabsteine und Steinsarkophage aus römischer Zeit. Diese Funde deuten darauf hin, dass dieser Ort schon lange vor dem heutigen Gebäude als religiös bedeutsam galt.
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