Museo delle arti in ghisa nella Maremma, Ethnografisches Museum in Follonica, Italien.
Das Museum der Künste in Gusseisen in Maremma ist in einem restaurierten Gebäude innerhalb des ehemaligen Ilva-Gießereikomplexes untergebracht und präsentiert Ausstellungen über Metallverarbeitung und Industrieerbe. Die Sammlung umfasst Kunstwerke aus Gusseisen, alte Werkzeuge und Produktionsmodelle, die den Handwerksprozess dokumentieren.
Das Museum entstand 1998 und wurde 2013 offiziell eingeweiht, was die Umwandlung eines Industriegeländes in eine Kultureinrichtung markierte. Diese Transformation zeigt, wie eine stillgelegte Fabrik wieder zum Leben erweckt wurde, um die industrielle Vergangenheit der Stadt zu bewahren.
Das erste Obergeschoss ist der Scuola di ornato e disegno lineare gewidmet, einer Kunstakademie, die Großherzog Leopold II. gründete, um die Gießereien zu Kunstwerkstätten zu machen. Zu sehen sind die Holzmodelle, mit denen die Formen in den Gießsand gedrückt wurden, darunter ein gotisches Ornament von 1838 vom Uhrturm der Gießereien, sowie eine alte Werkbank mit Werkzeugen, die von der Familie Franchi Giuggioli, Franco Santini und Reno Radi gestiftet wurden.
Der Zugang erfolgt durch das restaurierte Gebäude der ehemaligen Gießerei, das klar gekennzeichnet und vom Stadtzentrum aus erreichbar ist. Der Innenraum ist gut organisiert mit ausreichend Platz zum Umhergehen und Erkunden der Ausstellungen.
Im Obergeschoss liegt der Raum des Hochofens, wo eine Kaskade von Metalllamellen den Standort des alten Schmelzofens mit seinem Schornstein markiert: rote Lamellen unten für die Zündung, metallene in der Mitte für das mit Kohle beschickte Erz, durchsichtige oben für den Rauch. Eine Wandprojektion verfolgt den Abstich und endet mit Ansichten von Follonica der Fotografen Maurizio Martinozzi und Antonio Presta.
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