Schloss Braunsberg, Mittelalterliche Burg in Lana, Italien.
Schloss Braunsberg liegt über der Gaulschlucht bei Lana an der Straße ins Ultental. Die bergseitige Ringmauer umschloss einst die ganze Anlage; am Wohnbau sind vermauerte Schwalbenschwanzzinnen erhalten. Die ursprünglich romanische Kapelle zum hl. Blasius wurde um 1670 durch einen Chor erweitert, ihre Frontmauer zeigt Fresken mit den Wappen Österreichs, Tirols und der Grafen von Trapp.
Die Burg wurde vermutlich im 13. Jahrhundert von den Herren von Braunsberg, Ministerialen der Grafen von Tirol, errichtet; eine Urkunde von 1231 nennt Ulrich von Braunsberg. Mit Paul von Braunsberg erlosch das Geschlecht 1361. Am 9. Februar 1492 gab König Maximilian I. die Burg samt Herrschaft Ulten für 15.000 Gulden an die Brüder Jakob V. und Jörg Trapp.
Die Kapelle im Inneren enthält Kunstwerke aus mehreren Jahrhunderten, darunter einen silbernen Kelch aus dem 13. Jahrhundert und einen Altar von 1660 mit Darstellungen von heiligen Figuren. Diese Werke zeigen die religiöse Bedeutung, die der Ort für die Bewohner der Region über lange Zeit hatte.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist für Besucher nicht zugänglich, aber die Außenseite kann von der Straße aus betrachtet werden, die Lana mit dem Tal Ultimo verbindet. Von diesem öffentlichen Weg aus lassen sich die Mauern und die Form der Anlage gut erkennen.
Im Jahr 1510 stürzten Teile der Burgruine in die darunter liegende Gaul-Schlucht ab und veränderten die ursprüngliche Architektur dauerhaft. Dieser Einsturz hatte Auswirkungen auf die Gesamtgestalt des Bauwerks, die bis heute sichtbar sind.
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