Castello dei Cavalieri di Malta, Mittelalterliche Festung in Magione, Italien
Die Burg der Johanniter in Magione ist eine mittelalterliche Festung in der gleichnamigen Stadt in Umbrien, die durch einen quadratischen Grundriss mit runden Ecktürmen und Zinnen geprägt ist. Im Inneren umschließt eine dreigeschossige Loggia im romanischen Stil einen zentralen Innenhof.
Die Festung wurde im Jahr 1150 von den Tempelrittern errichtet und diente als Stützpunkt für Pilger auf dem Weg zur Via Francigena. Nach der Auflösung des Templerordens im Jahr 1312 übernahmen die Johanniter die Anlage und bauten sie zu einem organisierten Rastplatz aus.
Die Magistralkirche San Giovanni in Jerusalem im Inneren der Burg bewahrt Fresken, die im Auftrag von Kardinal Giovanni Battista Orsini gemalt wurden und heute noch sichtbar sind. Die bemalten Wände zeigen religiöse Motive, die an die ursprüngliche Berufung des Ordens erinnern, Pilger zu versorgen und zu schützen.
Das Kastell ist über das Stadtzentrum von Magione gut zu Fuß erreichbar, und ein Besuch lässt sich gut mit der Erkundung der Umgebung am Trasimenischen See verbinden. Geführte Touren helfen dabei, die Innenräume und ihre Bedeutung besser zu verstehen, besonders im Sommer, wenn Veranstaltungen stattfinden.
Der Großmeister des Malteserordens nutzt die Burg noch heute als Sommerresidenz, und seine Anwesenheit wird durch eine Flagge am Turm angezeigt. Damit ist sie eine der wenigen Burgen der Welt, die noch heute von einem aktiven Ritterorden bewohnt wird.
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