Corbeddu Cave, Archäologischer Park und Höhleneingang in Oliena, Italien
Die Corbeddu-Höhle ist eine archäologische Stätte in Oliena, im Lanaitho-Tal gelegen, die sich durch Kalkstein erstreckt und drei begehbare Kammern umfasst. Das Gelände vereint ein Freilichtmuseum mit einem archäologischen Park, in dem Funde und Geologie gemeinsam präsentiert werden.
In der Höhle wurden menschliche Überreste und Artefakte gefunden, die auf eine Zeit vor rund 20.000 Jahren zurückgehen und damit die frühesten Belege für eine menschliche Präsenz auf Sardinien darstellen. Diese Entdeckungen veränderten das Verständnis davon, wann und wie die Insel erstmals besiedelt wurde.
Die Höhle trägt den Namen von Giovanni Corbeddu Salis, einem Banditen, der sich hier im 19. Jahrhundert versteckt hielt und dessen Geschichte noch heute mit dem Ort verbunden ist. Wer die Kammern durchquert, spürt, wie eng persönliche Geschichte und natürliche Umgebung hier miteinander verwoben sind.
Die Wege innerhalb der Höhle und des Parks sind markiert, aber festes Schuhwerk ist ratsam, da der Boden uneben sein kann. Ein Besuch außerhalb der heißesten Sommermonate macht das Erkunden deutlich angenehmer.
In der Höhle wurden Knochen von Tieren gefunden, die nur auf Sardinien lebten und heute ausgestorben sind, darunter ein Wildhund, ein Riesenhirsch und ein besonderes Nagetier. Diese Funde zeigen, wie sich die Tierwelt der Insel im Laufe der Jahrtausende verändert hat.
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